Landesmusikakademie Niedersachsen

Tobias Mittmann

Kurse

epoche f international 2021

Meisterkurs für zeitgenössische Musik mit dem Ensemble Modern

Meisterkurs

Im Meisterkurs epoche_f 2021 erarbeiten Preisträger*innen nationaler und internationaler Jugend-Musikwettbewerbe  in Einzel-, Gruppen- und Tuttiproben Werke des 20. und 21. Jahrhunderts gemeinsam mit dem international renommierten Ensemble Modern und dem Dirigenten Peter Tilling. Der Meisterkurs gibt die Möglichkeit, fremde Partituren zu entschlüsseln, Spieltechniken der Neuen Musik einzuüben und im Ensemblespiel das neue Klangerlebnis gemeinsam zu gestalten. Eine Auswahl des erarbeiteten Repertoires wird zusammen mit den Musiker*innen des Ensemble Modern in drei Abschlusskonzerten in Wolfenbüttel, sowie Hannover und Prag der Öffentlichkeit präsentiert.

Die Kursteilnehmer*innen erhalten die einzigartige Gelegenheit, an der Seite professioneller Musiker zu spielen und größere Ensemblewerke gemeinsam auf die Bühne zu bringen. Zusätzlich haben die Stipendiaten die Möglichkeit, Instrumentalunterricht an einem ausgewählten Solowerk zu erhalten. Der tägliche Improvisationsworkshop und das Moderations- und Bühnenpräsenztraining runden den Kurs ab. Der Meisterkurs epoche_f bereitet seine Stipendiaten umfassend auf die Herausforderungen als angehende Profimusiker*innen vor und eröffnet neue Horizonte für die Begegnung mit zeitgenössischer Musik. Der Meisterkurs findet in der Landesmusikakademie Wolfenbüttel (19. bis 25. November 2021) statt, Anschlusskonzerte folgen in Hannover und Prag.

Kursprogramm

Das Kursprogramm umfasst Ensemblewerke und Kammermusik u.a. von John Cage, Fred Frith, George Benjamin, Michael Gordon, Markus Hechtle, Catherine Milliken, Arnold Schönberg, Benjamin Britten sowie die Uraufführung eines neuen Werks von Elnaz Seyedi. Die Besetzung erfolgt nach Eingang aller Bewerbungen. Das vollständige Kursprogramm, das Notenmaterial und alle Informationen zur Vorbereitung auf den Kurs werden rechtzeitig zugesandt.

Teilnahme

Auf einen Stipendienplatz im Meisterkurs können sich erste und zweite Preisträger*innen des Bundeswettbewerbs Jugend musiziert 2020 oder 2021 und europäische Preisträger der European Union of Music Competitions for Youth (EMCY) in den Instrumetalgruppen Holzbläser, Blechbläser, Streicher, Klavier und Schlagzeug bewerben. Die Gesamtbesetzung des Meisterkurses umfasst: 2 Flöten, 2 Oboen, 2 Klarinetten, 1 Fagott, 2 Hörner, 1 Trompete, 1 Posaune, 2 Klaviere, 2 Schlagzeuge, 3 Violinen, 2 Violen, 2 Violoncelli, 1 Kontrabass. Angenommene Bewerber*innen verpflichten sich in der Zeit vom 19. bis 28.11.2021 zur verbindlichen Teilnahme.

Kosten

Der Kurs wird als Stipendium vergeben. Mit der Auswahl zur Teilnahme (Benachrichtigungen bis Mitte September) wird innerhalb von zwei Wochen die Anmeldegebühr von 50 Euro fällig, die bei Rücktritt nicht erstattet wird.

Teilnehmer*innen erhalten inklusive: Verpflegung und Übernachtung für Kurs und Abschlusskonzerte; Kostenübernahme der Reisen von Wolfenbüttel nach Hannover und Prag.

Teilnehmer*innen verpflichten sich zu: rechtzeitiger Organisation und Kostenübernahme der Anreise am 19.11.2021 vom Heimatort nach Wolfenbüttel und der Abreise von Prag am 28. oder 29.11.2021 zum Heimatort. Bestmögliche Vorbereitung des Kursprogramms sowie eigenständige Kontaktaufnahme mit Kursleitung/Dozenten im Vorfeld.

Bewerbung

Die Bewerbung erfolgt auf persönliche Einladung durch die Stiftung Jugend musiziert und EMCY über den Bewerbungsbogen, der hier zum Download bereit steht: deutsch, englisch 

Bewerbungen (per E-Mail) mit vollständig ausgefülltem Bewerbungsbogen und den darin geforderten Unterlagen/Informationen sind bis zum 6. September 2021 an folgende Adresse zu richten: info@epoche-f.de

Der Flyer zum Meisterkurs steht hier zur Download bereit.

Dozierende

Holzbläser: Dietmar Wiesner (Flöte)

Blechbläser: Sava Stoianov (Trompete)

Klavier: Hermann Kretzschmar

Schlagzeug: David Haller

Streicher: Jagdish Mistry (Violine), Michael Maria Kasper (Violoncello)

Musikvermittlung: Meike Pfister

Dirigent: Peter Tilling

Ensemble Modern

Das Ensemble Modern, 1980 gegründet und in Frankfurt beheimatet, ist eines der führenden Ensembles für Neue Musik. Tourneen führten die 19 Solisten aus neuen Ländern in die ganze Welt. Jährlich gibt das Ensemble Modern ca. 100 Konzerte und erarbeitet in enger Zusammenarbeit mit Komponist*innen jedes Jahr durchschnittlich 70 Werke neu, darunter etwa 20 Uraufführungen.

Die 2003 gegründete Internationale Ensemble Modern Akademie (IEMA) ist die Ausbildungsstätte des Ensemble Modern. Unter ihrem Dach werden jährlich verschiedene internationale Meisterkurse, Education-Projekte in Schulen, ein Masterstudiengang in zeitgenössischer Musik sowie Komponisten-Workshops durchgeführt.

Weitere Informationen unter www.ensemble-modern.com und www.internationale-em-akademie.de

Förderer

Meisterkurs, Stipendien und Konzerte werden ermöglicht durch eine großzügige Förderung und Unterstützung durch:

Kooperationspartner

Der Kurs ist eine Fördermaßnahme des Bundeswettbewerbs "Jugend musiziert". 

Kooperationspartner sind: 

Dozierende

David Haller

Geboren in München, entdeckte David Haller im Alter von vier Jahren seine Leidenschaft für das Schlagzeugspielen und war während seiner Schulzeit in verschieden Bands und Percussionsensembles tätig. Ab 1994 studierte er im Fachbereich Schlagwerk bei Prof. Adel Shalaby am Richard-Strauss-Konservatorium in München. Nach dem Diplom setzte er sein Studium an der Hochschule für Musik und Theater München bei Prof. Peter Sadlo fort, wo er die Meisterklasse 2002 erfolgreich abschloss. Während des Studiums nahm er mit Erfolg an mehreren Wettbewerben teil und gewann den ersten Preis des Sparkassen-Kulturpreises München. Auch bei der Jehudi-Menuhin-Stiftung ›Live Music Now‹ partizipierte er in diesem Zeitraum.

David Hallers musikalische Tätigkeit führte zu Mitwirkungen in verschiedenen Orchestern wie u.a. Münchner Symphoniker, WDR Symphonieorchester, Münchner Philharmoniker, BR-Sinfonieorchester, Staatstheater am Gärtnerplatz, Staatsorchester München, SWR Symphonieorchester Stuttgart, Gürzenich Orchester Köln, Kammerphilharmonie Bremen, HR Sinfonieorchester Frankfurt, Münchner Kammerorchester, Sinfonieorchester Reutlingen, Philharmonie Südwestfalen, Bergische Symphoniker, Staatstheater Darmstadt.

Seine Faszination für zeitgenössische Musik führte schon während des Studiums zu zahlreiche Kooperationen mit nationalen und internationalen Ensembles wie z.B. der Musikfabrik Köln, dem Steve Reich Ensemble, dem KNM Berlin, dem Ensemble Resonanz aber auch zu Education-Programmen mit dem Schwerpunkt zeitgenössische Musik bei den Berliner Philharmonikern und dem Konzerthaus Berlin. Seit 2000 ist er ständiger Gast des Ensemble Modern, bei dem er sowohl als Instrumentalist, Solist aber auch in Educationprojekten mitwirkte. Seit Juli 2019 ist er Mitglied beim Ensemble Modern Frankfurt.

Michael Maria Kasper

Michael Maria Kasper erhielt mit sieben Jahren Blockflöten-, später Violoncellounterricht. Er studierte in Berlin und in Köln. Von 1980 bis 1985 war er Mitglied des Ensemble Modern, anschließend bis 1997 Cellist im Kölner Rundfunksinfonieorchester. Von 1988 bis 2001 Dozent für Violoncello und zeitgenössische Kammermusik an der Musikhochschule Aachen. Dort gründete er 1997 eine eigene Konzertreihe für Neue Musik. Seit 1997 ist er wieder Mitglied des Ensemble Modern. Gründungsmitglied der Internationalen Ensemble Modern Akademie (IEMA) und von 2006 bis 2014 Leiter des seit 2006 in Kooperation mit der Frankfurter Musikhochschule angebotenen Masterstudiengangs ›Internationale Ensemble Modern Akademie – Masterstudiengang der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main‹. Michael Maria Kasper wohnt in Offenbach/Main. 2009 erschien seine Porträt-CD ›rounds per minute‹ bei Ensemble Modern Medien.

Hermann Kretzschmer

Jagdish Mistry

Jagdish Mistry wurde 1963 in Mumbai (Indien) geboren, wo er mit acht Jahren den ersten Violinunterricht erhielt. 1975 übersiedelte er nach England, um an der Yehudi Menuhin School zu studieren. Zu seinen Lehrern zählte damals David Takeno, bei dem Mistry auch seine Studien an der Guildhall School in London fortsetzte. Zwischen 1986 und 1992 war er Primarius des Mistry String Quartet, mit dem er Tourneen nach Europa und Asien unternahm und Werke von Edward Elgar, Arnold Bax und Elizabeth Maconchy für Decca Argo, Chandos und Unicorn sowie für die BBC aufnahm. Gleichzeitig verfolgte er seine Karriere als Solist und spielte mit vielen Orchestern wie etwa der Oslo Filharmonien, dem Bergen Filharmoniske Orkester, dem Toronto Symphony Orchestra, den Wiener Symphonikern, dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, dem Philharmonia Orchestra in London und dem Royal Scottish National Orchestra. Seit 1994 ist Jagdish Mistry Mitglied des Ensemble Modern und arbeitet dabei mit den wichtigsten Komponisten unserer Zeit zusammen. Er gastiert regelmäßig als Konzertmeister verschiedener Sinfonie- und Kammerorchester in Großbritannien, Spanien und der Schweiz. Derzeit ist Jagdish Mistry zu seiner Leidenschaft für das Streichquartett zurückgekehrt und gründete mit weiteren Ensemble Modern Mitgliedern das Isenburg-Quartett.

Meike Pfister

Meike Pfister ist gleichermaßen in der musikalischen Praxis wie der Theorie verwurzelt. Beides verbindet sich in ihren vielfältigen Tätigkeiten als Pianistin, Moderatorin und Musikvermittlerin.

In Heidenheim/Baden-Württemberg geboren, erhielt sie schon früh eine fundierte musikalische Ausbildung im Klavier- Orgel- und Violinspiel. Ihre professionelle Laufbahn begann an der Universität der Künste Berlin, wo sie ihr Studium 2016 mit Diplomabschlüssen im Fach Klavier und im Fach Musiktheorie beendete. Ein Auslandssemster an der Université Sorbonne in Paris sowie zahlreiche internationale Meisterkurse ergänzten sowohl ihre wissenschaftliche als auch ihre künstlerische Ausbildung.

In Konzerten im Rahmen von „Yehudi Menuhin Live Music Now, Berlin, e.V.“ fanden ihre Anliegen der Musikvermittlung schon früh Eingang in die Praxis. Dabei kristallisierte sich außerdem ihre Leidenschaft für die Liedbegleitung heraus. Richtungsweisend war im weiteren Verlauf der Unterricht bei LiedbegleiterInnen wie Eric Schneider, Helmut Deutsch oder Anne le Bozec.

Sie ist Lehrbeauftragte an der Universität der Künste Berlin für Gesangs-Korrepetition und arbeitet zudem als freie Pianistin und Korrepetitorin etwa bei der Sing-Akademie zu Berlin oder bei den Arosa Musikkurswochen in der Schweiz. Im Bereich Musikvermittlung tritt sie in verschiedensten Funktionen in Erscheinung. Als Moderatorin und Autorin ist sie an der Philharmonie Berlin, dem Pierre Boulez Saal in Berlin, der Elbphilharmonie Hamburg sowie beim Lucerne Festival tätig. Sie bietet Workshops und Weiterbildungsseminare sowohl für Musiker als auch für professionelle Musikvermittler an, etwa bei der Landesmusikakademie und Musikland Niedersachsen gGmbH.

In ihrem Podcast Hellhörig spricht sie leichtfüßig und anschaulich über Werke und Phänomene der Klassischen Musik.

Sava Stoianov

Der Trompeter Sava Stoianov, geboren 1976, ist seit 2002 Mitglied des Ensemble Modern. Als Solist und mit seinen Kammermusikpartnern – zu ihnen gehören die Blockflötistin Miako Klein, der Hornist Jonathan Williams, der Posaunist Valeri Pachov, die Sopranistin Rita Balta und der Komponist Vykintas Baltakas – präsentiert er ausgefallene Programme, die immer auch speziell für ihn oder das jeweilige Duo geschriebene Werke beinhalten, und die bis zur freien Improvisation reichen können. Mit Georgi Andreev, dem Komponisten und Leiter des bulgarischen Nationalvolksensemble Philip Koutev, und einigen seiner Mitglieder widmet er sich der authentischen Aufführung der traditionellen bulgarischen Musik und spielt dann auch den Zink. Als Solotrompeter wird er regelmäßig von bedeutenden Orchestern eingeladen, so z. B. vom Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg und dem Chamber Orchestra of Europe. Um die vielseitigen musikalischen Tätigkeiten zu unterstützen, setzt er sich für die Weiterentwicklung der Trompete bei den führenden Instrumentenbauern, den Gebrüdern Thein, ein. Sava Stoianov erhielt den ersten Trompetenunterricht in seiner Heimatstadt Dobritsch (Bulgarien) bei Ivan Babev. Mit 14 Jahren führte ihn sein Trompetenstudium an das Musikgymnasium in Varna zu Ivan Iliev, später dann nach Sofia an die Musikakademie, wo er 1999 das Diplom erlangte. Im selben Jahr setzte er sein Studium in Deutschland bei Prof. Uwe Komischke in Weimar fort. Ab 2000 studierte er bei Prof. Matthias Höfs in Hamburg und schloss dort 2004 mit dem Diplom ab. Meisterkurse bei Edward H. Tarr, Jean-Bernard Beauchamp und Pierre Thibaud ergänzten sein Studium. Bereits während seines Studiums in Bulgarien wurde er als erster Solotrompeter der Bulgarischen Nationalphilharmonie Sofia verpflichtet. 2009 erschien seine Porträt-CD ›Люлка‹ (Ljulka) bei Ensemble Modern Medien.

Peter Tilling

Peter Tilling ist Dirigent, Cellist und Komponist. Bei den Bayreuther Festspielen 2011 dirigierte mit großem Erfolg „Tannhäuser". 2019 leitete er dort ein Konzert mit Werken von Wagner, Stockhausen, Boulez und Cage, im Corona-Jahr 2020 war er Dirigent für die Multimedia-Uraufführung The Loop of the Nibelung von Simon Steen-Andersen. Er dirigierte Symphoniekonzerte mit dem Mozarteumorchester Salzburg, dem Philharmonia Orchestra London und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Opern dirigierte er am Teatro Real (La Clemenza di Tito), am Opernhaus Zürich (Die Frau ohne Schatten), bei den Salzburger Festspielen (Madernas Satyricon, Sciarrinos Lohengrin), an der Opéra de Montpellier (Monteverdis Poppea), am Staatstheater Nürnberg (Der fliegende Holländer, Krol Roger, Tosca, Turandot, Tristan und Isolde), an der Nederlandse Opera (Wolfgang Rihms Dionysos), bei der Münchner Biennale und am Theater Freiburg (Hector Parra – Das geopferte Leben UA).

Ebenfalls dirigierte er das Ensemble Modern, das Ensemble recherche, das oenm Salzburg und das Collegium Novum Zürich. Auch im Bereich der Alten Musik ist er erfolgreich: Bei den Händelfestspielen Karlsruhe dirigierte er Almira und arbeitete u.a. mit dem Freiburger Barockorchester. Als Cellist legte er sein Konzertexamen bei Martin Ostertag in Karlsruhe ab und spielte bei den Münchner Philharmonikern, dem SWR Sinfonieorchester und dem Ensemble Modern. Zahlreiche Werke sind ihm gewidmet, z.B. 'For Tilling' von Nikolaus Brass. Kammermusikpartner sind u.a. Konstantin Lifschitz, Tabea Zimmermann, Wen-Xiao Zheng, Yorck Kronenberg, Maria Stange und Roland Glassl. Am Staatstheater Nürnberg war er stellvertretender Generalmusikdirektor und arbeitete als Assistent von Nikolaus Harnoncourt, Sylvain Cambreling, Franz Welser-Möst und Thomas Hengelbrock. Sein Dirigierstudium absolvierte er bei Peter Eötvös im Studiengang Konzertexamen (Karlsruhe) sowie bei Prof. Klaus Eisenmann (Mannheim). Als Komponist erhielt er für sein Orchesterwerk 'affermare' einen Förderpreis beim internationalen Bach-Kompositionswettbewerb Eisenach. 2020 gründete er das Festival risonanze erranti in Rheinland-Pfalz

Dietmar Wiesner

Dietmar Wiesner lebt und arbeitet in Frankfurt. Als Mitbegründer und Flötist des Ensemble Modern ist er seit Beginn aktiv in alle künstlerischen und organisatorischen Prozesse des Ensembles eingebunden und arbeitete mit den wichtigsten Komponisten seiner Zeit zusammen. Regelmäßige Auftritte im In- und Ausland, auch als Solist u.a. mit Orchestern wie dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg. Seine CD-Veröffentlichungen beinhalten Werke wie ›Solo‹ von Karlheinz Stockhausen (Stockhausen Edition) oder ›Crippled Symmetry‹ von Morton Feldman (mit Robyn Schulkowsky und Markus Hinterhäuser).

1994 gründete er zusammen mit Hermann Kretzschmar und Cathy Milliken die Komponistenformation HCD Productions, die u.a. die CD ›Migration‹ mit den Kammermusikwerken des amerikanischen Schriftstellers und Komponisten Paul Bowles, sowie die CD ›Surface Tension‹ mit Kammermusik von Howard Skempton herausgab, und die für ihre vom Hessischen Rundfunk produzierten Hörspiele ›Denotation Babel‹ nach einem Text von Helmut Krausser und ›Cosmic Memos‹ nach Texten von Italo Calvino mit dem Prix Italia für Komposition und mit dem Preis der Fachjury des Literaturbüros NRW für beste Regie ausgezeichnet wurden. Zusammen mit dem Musiker und Komponisten Rainer Römer und dem Bildenden Künstler Ottmar Hörl erhielt er für die Produktion ›Staubmarsch‹ des Hessischen Rundfunks den Preis der Intermedium II des Bayerischen Rundfunks. 2009 war Dietmar Wiesner Solist der Uraufführung ›Five views of a mouth‹ für Flöte und Orchester von Mark Anthony Turnage mit dem Scottish BBC Symphony Orchestra, Glasgow. Seit 2005 ist er Dozent an der Internationalen Ensemble Modern Akademie (IEMA). Seit 2007 regelmäßig Dozent und Projektleiter der Education-Projekte ›lautstark‹ des Musikfestivals Klangspuren, Schwaz und ›Zukunft@Bphil‹ der Berliner Philharmoniker.