Landesmusikakademie Niedersachsen

Tobias Mittmann

Veranstaltungen

epoche f international 2022 zu Gast in Hannover

1. Abschlusskonzert des Meisterkurses für zeitgenössische Musik mit dem Ensemble Modern

Einmal im Jahr werden Preisträgerinnen und Preisträger des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“ und vergleichbarer europäischer Wettbewerbe von den Experten des renommierten Ensemble Modern geschult.

Die Ergebnisse des Meisterkurses werden in einem Abschlusskonzert in der Christuskirche Hannover (Conrad-Wilhelm-Hase-Platz 1, 30167 Hannover) präsentiert.

Das Programm umfasst Ensemblewerke und Kammermusik der zeitgenössischen Musik - darunter eine Uraufführung.

Der Meisterkurs epoche f wird durchgeführt von der Internationalen Ensemble Modern Akademie (IEMA) in Trägerschaft der Landesmusikakademie sowie in Kooperation mit der European Union of Music Competitions for Youth (EMCY) und der Stiftung „Jugend musiziert Niedersachen“.

Programm

Wolfgang Rihm: Bild (1984)

Charles Ives: Central Park in the Dark (1908)

Hanns Eisler: Kammer-Symphonie op. 69 (1940)

Morton Feldman: The Viola in my Life (2) - für Viola und 6 Instrumente (1970)

Johannes Schöllhorn: marmi - Kompositionsauftrag der Stiftung „Jugend musiziert Niedersachsen" für Epoche f 2013 (2013)

Diego Ramos Rodriguez: Pieces to play once and never again - Version 5 (2022)

Alvin Curran: the alvin curran fakebook (2015)

Tania León: Indígena (1991)

Änderungen vorbehalten

Förderer

Meisterkurs, Stipendien und Konzerte werden ermöglicht durch eine großzügige Förderung und Unterstützung durch:

Kooperationspartner

Der Kurs ist eine Fördermaßnahme des Bundeswettbewerbs "Jugend musiziert". 

Kooperationspartner sind: 

Veranstaltungspartner

Dozierende

Corinna Canzian

Die Geigerin Corinna Canzian tritt regelmäßig in Kammermusikgruppen und als Solistin in ganz Europa auf. Als Schülerin von Giuliano Carmignola und Sebastian Hamann absolvierte sie den Master of Arts in Music in Solo Performance an der Musikhochschule Luzern.

Darüber hinaus arbeitet sie eng zusammen mit dem Ensemble Modern, dem Collegium Novum Zürich, dem Ensemble REMIX und dem LSO Luzerner Sinfonieorchester. Konzertauftritte führten sie an Orte wie den Parco della Musica (Rom), das Teatro dal Verme (Mailand) sowie ans Teatro La Fenice (Venedig), Wiener Konzerthaus, ZKM (Karlsruhe), die Alte Oper (Frankfurt), den Hessischer Rundfunk (Frankfurt), WDR (Köln), Deutschlandfunk (Köln), Beethoven Haus (Bonn), KKL (Luzern), Wigmore Hall (London) oder die Casa da Musica (Porto).

Im Juni 2016 debütierte sie als Solistin im KKL Konzertsaal Luzern mit dem Dialog für Violine und Orchestra "Chain 2" von Witold Lutoslawski zusammen mit dem LSO Luzerner Sinfonieorchester.

Sie lehrt zunächst an der Accademia di Musica in Pinerolo und am Conservatorio in Bologna und unterrichtet heute an der Virtu.Academy. Sie ist kreative und künstlerische Leiterin des „Workshop di Violino“ und der Sommerakademie "Gli Echi della Natura".

Valentín Garvie

Valentín Garvie (*1973 in Mar del Plata) ist argentinischer Trompeter, der in vielen musikalischen Genres zu Hause ist.

Garvie, dessen Vater Jazztrompeter ist, begann im Alter von acht Jahren, Trompete zu spielen. Er studierte zunächst Theorie und Komposition bei Marcelo Perticone in seiner Geburtsstadt, bevor er 1993 nach Buenos Aires zog. Dort studierte er Musik an der Universidad Católica Argentina und machte seinen Abschluss mit Schwerpunkt im Fach Dirigieren. Parallel dazu studierte er Trompete bei Rafael Morelli. Er spielte neben Jazz (wo er sich auch als Posaunist betätigte) klassische Musik (etwa als Erster Trompeter des Orquestra Académica del Teatro Colón), auch im Bereich der historisch informierten Aufführungspraxis (mit Zink und Naturhorn) und der zeitgenössischen Musik (etwa als Gründungsmitglied des Ensamble XXI). Von 1999 bis 2001 studierte Garvie Trompete an der Royal Academy of Music in London bei Howard Snell und John Wallace, wo er den Principal’s Prize als „herausragender Student“ erhielt.

Garvie lebte seit 2002 in Frankfurt als Mitglied des Ensemble Modern, mit dem er an zahlreichen Produktionen, die z.T. auch auf Tonträgern erschienen, beteiligt war. Seit 2010 gehörte er auch zum Jazzensemble des Hessischen Rundfunks sowie zum Crespo Brass Ensemble. Er ist Mitglied bei Worldbrass und spielte zudem mit dem London Sinfonietta, dem Hallé-Orchester, German Brass und dem Brassensemble des Luzern Festival Orchestra, dem hr-Sinfonieorchester und dem WDR-Funkhausorchester. Überdies trat er solistisch auf. 2009 erschien seine Porträt-CD Ut supra. Zunehmend wurde er auch als Jazzspieler aktiv, leitete ein eigenes Quintett und trat mit Musikern wie Bob Degen, Uli Schiffelholz, Wilson de Oliveira und Sebastian Gramss’ States of Play auf. 

Seit 2018 lebt Garvie wieder in Buenos Aires, wo er als musikalischer Leiter des Teatro Colón und als Trompetensolist und Komponist arbeitet.

Garvie unterrichtete in der Internationalen Ensemble Modern Akademie, beim Festival Internacional de Inverno de Campos de Jordao in Brasilien und leitet regelmäßig Kurse und Meisterklassen in Argentinien.

2007 wurde er mit dem Titel des „Associate of the Royal Academy of Music“ geehrt. 2012 erhielt er das Arbeitsstipendium Jazz der Stadt Frankfurt. 2015 wurde er als beständiger Grenzgänger zwischen Jazz und Klassik mit dem Hessischen Jazzpreis 2015 ausgezeichnet.

Michael Maria Kasper

Michael Maria Kasper erhielt mit sieben Jahren Blockflöten-, später Violoncellounterricht. Er studierte in Berlin und in Köln. Von 1980 bis 1985 war er Mitglied des Ensemble Modern, anschließend bis 1997 Cellist im Kölner Rundfunksinfonieorchester. Von 1988 bis 2001 Dozent für Violoncello und zeitgenössische Kammermusik an der Musikhochschule Aachen. Dort gründete er 1997 eine eigene Konzertreihe für Neue Musik. Seit 1997 ist er wieder Mitglied des Ensemble Modern. Gründungsmitglied der Internationalen Ensemble Modern Akademie (IEMA) und von 2006 bis 2014 Leiter des seit 2006 in Kooperation mit der Frankfurter Musikhochschule angebotenen Masterstudiengangs ›Internationale Ensemble Modern Akademie – Masterstudiengang der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main‹. Michael Maria Kasper wohnt in Offenbach/Main. 2009 erschien seine Porträt-CD ›rounds per minute‹ bei Ensemble Modern Medien.

Hermann Kretzschmar

Meike Pfister

Meike Pfister ist gleichermaßen in der musikalischen Praxis wie der Theorie verwurzelt. Beides verbindet sich in ihren vielfältigen Tätigkeiten als Pianistin, Moderatorin und Musikvermittlerin.

In Heidenheim/Baden-Württemberg geboren, erhielt sie schon früh eine fundierte musikalische Ausbildung im Klavier- Orgel- und Violinspiel. Ihre professionelle Laufbahn begann an der Universität der Künste Berlin, wo sie ihr Studium 2016 mit Diplomabschlüssen im Fach Klavier und im Fach Musiktheorie beendete. Ein Auslandssemster an der Université Sorbonne in Paris sowie zahlreiche internationale Meisterkurse ergänzten sowohl ihre wissenschaftliche als auch ihre künstlerische Ausbildung.

In Konzerten im Rahmen von „Yehudi Menuhin Live Music Now, Berlin, e.V.“ fanden ihre Anliegen der Musikvermittlung schon früh Eingang in die Praxis. Dabei kristallisierte sich außerdem ihre Leidenschaft für die Liedbegleitung heraus. Richtungsweisend war im weiteren Verlauf der Unterricht bei LiedbegleiterInnen wie Eric Schneider, Helmut Deutsch oder Anne le Bozec.

Sie ist Lehrbeauftragte an der Universität der Künste Berlin für Gesangs-Korrepetition und arbeitet zudem als freie Pianistin und Korrepetitorin etwa bei der Sing-Akademie zu Berlin oder bei den Arosa Musikkurswochen in der Schweiz. Im Bereich Musikvermittlung tritt sie in verschiedensten Funktionen in Erscheinung. Als Moderatorin und Autorin ist sie an der Philharmonie Berlin, dem Pierre Boulez Saal in Berlin, der Elbphilharmonie Hamburg sowie beim Lucerne Festival tätig. Sie bietet Workshops und Weiterbildungsseminare sowohl für Musiker als auch für professionelle Musikvermittler an, etwa bei der Landesmusikakademie und Musikland Niedersachsen gGmbH.

In ihrem Podcast Hellhörig spricht sie leichtfüßig und anschaulich über Werke und Phänomene der Klassischen Musik.

Prof. Rainer Römer

Der Schlagzeuger Rainer Römer wurde 1956 in Würzburg geboren. Vor seinem Studium an der Hochschule für Musik in Würzburg in den Jahren 1974 bis 1980 spielte er bereits in verschiedenen Jazz- und Rockbands. Zusammen mit dem Würzburger Percussion Quartett wurde Römer Preisträger der Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler 1980/81. Mit demselben Quartett wurde er 1984 Preisträger des Gaudeamus Concour in Rotterdam. Seit 1985 ist er Mitglied des Ensemble Modern Frankfurt. Produktionen für das Radio, u.a. ›seven seconds‹ (HR 2001). Mit der Arbeit ›Staubmarsch‹ (2002, gemeinsam mit Ottmar Hörl und Dietmar Wiesner) erhielt er den Intermedium-Award des Bayerischen Rundfunks 2002. 2004 wurde er zum Professor an die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main berufen. Sein Hörspiel ›Oberman‹ (HR/2006) wurde Hörspiel des Monats. 2010 erschien seine Porträt-CD ›Nemeton‹ bei Ensemble Modern Medien.

Weitere Informationen unter: www.rainerroemer.com

Johannes Schwarz

Johannes Schwarz, Jahrgang 1970, ist seit 2003 Gesellschafter des Ensemble Modern. Neben regelmäßigen Aushilfstätigkeiten in namhaften Rundfunk- und Sinfonieorchestern spielte er mehrere Jahre auf Originalinstrumenten in Barockensembles. Als Fagottist wirkte er in Produktionen mit Rundfunk-Big Bands sowie verschiedenen Improvisationsensembles mit. In CD-Produktionen ist er mit von ihm uraufgeführten solistischen Werken für Fagott ebenso zu hören wie mit klassischer und barocker Musik, aber auch mit Tango-Arrangements, Pop- und Heavy-Metal-Musik. Seine letzte Solo-CD ›più‹ mit Uraufführungen für Fagott u.a. mit Live-Elektronik wurde als Surround-SACD produziert und 2009 bei Ensemble Modern Medien veröffentlicht. Als Musikpädagoge hat er Kammermusik und Fagott an den Hochschulen in Essen und Köln unterrichtet und ist zurzeit als Dozent an der Internationalen Ensemble Modern-Akademie an der Musikhochschule Frankfurt tätig. Mehrmals jährlich gibt er Workshops an Musikhochschulen und auf internationalen Festivals für Fagott, Rohrbau und Kammermusik. Seit 2004 ist er für die vom Land Hessen geförderten Response-Projekte an hessischen Schulen sowie an den von der Altana-Stiftung geförderten Schul-Projekten in Frankfurt aktiv gestalterisch tätig. Seit 2009 ist er von Seiten des Ensemble Modern maßgeblich für die Organisation des jährlich stattfindenden internationalen Meisterkurses Klangspuren Schwaz (Tirol) mit namhaften Künstlern wie z.B. Heinz Holliger, Martin Matalon, Johannes Staud Unsuk Chin und George Benjamin verantwortlich. Zusätzlich zur Ensemble Modern-Tätigkeit betreut er mehrere eigene Projekte: soundspaces, ein Duo-Programm mit Fagott/Saxofon/Elektronik mit dem Saxofonisten Sascha Armbruster (Basel) sowie ein Fagott-Duo-Programm mit dem Fagottisten Malte Refarth. Aktuell arbeitet er an einem Audio-Sound-Archiv für Fagott, in dem sämtliche Klänge des Instruments in einer Computer-Datenbank erfasst und im Internet veröffentlicht werden.

Weitere Informationen unter: www.johannes-schwarz.com